Die
Grundlagen zur Eisenverarbeitung wurden schon früher
gelegt, zum ersten Male allerdings wurde Eisen von den
Kelten in großem Stil produziert. Es kam zu einer
besonderen Blüte der Gewinnung und Verarbeitung des
Eisens, das sogenannte "Norische Eisen" (Stahl)
wurde allseits in der Antike gerühmt. Das Eisen wurde
entweder in einfachen dörflichen Anlagen von Abbau,
Schmelzöfen und Schmieden verarbeitet. Aber manchmal
finden sich ganze Batterien von Öfen verschiedenster
Typen. Forschungen dazu wurden in Kärnten, Steiermark
und besonders im Burgenland intensiviert, aber auch
Waldviertel Niederöstereichs konnten Spuren dieser
Verarbeitung entdeckt werden. Wirklich neu entwickelt
haben die Kelten den untertägigen Erzabbau, Eisenhütten
mit mehreren Reduktionseinheiten und Schachtöfen,
wesentlich mehr Sorten an Eisenerzeugnissen und das
Beherrschen von Schweißtechniken. Die Technik des
Eisenschmiedens erlebte einen Höhepunkt.
Im
zweiten Jahrhundert n.Chr. führte die Salz-Eisen-Straße
durch das Traisental. Eisen aus den Bergwerken bei den
heutigen Orten Mariazell und Eisenerz wurde auch im
Traisental verarbeitet.
Aber
zu einer wirklichen Hochblüte kam es zu Beginn und im
Laufe des 19.Jahrhunderts als die Eisenverarbeitung
zur Grundlage der Wirtschaft im Traisental wurde und die
Arbeiterschaft sich bis zu einem Drittel aus der
heimischen Bevölkerung zusammensetzte. In der Feilen-
und Klingenproduktion wurde zeitweise ein Drittel des
Gesamtbedarfes der Monarchie im Traisental gefertigt.
Durch das Eisen kam es zu einer rasanten
Bevölkerungsentwicklung im Traisental, die zu
Strassenausbau und wirt-schaftlichen Aufschwung führte.
Das
Verlagern ganzer Produktionseinheiten in die Steiermark,
die Übernahme von bestimmten Erzeugungen in den VÖST
Alpine Konzern, sowie die heutige Überproduktion von
Stahl in der Welt bewirkten in unserer Region
Stellenabbau. Nur durch weitere Modernisierung und hohes
technisches Knowhow können die Arbeitsplätze auch
künftig gehalten werden.